Heilsames Theaterspiel

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Wer keine Zeit für den Traum hat, hat keine Zeit für das Leben.

meint Wolfgang Keuter, Schauspiellehrer und Therapeut in Düsseldorf. Zusammen mit Gianni Sarto leitet er dort das Theaterlabor Traumgesicht. Er bietet Workshops an, sowie Atem- und Sprechtraining. Im vergangenen Herbst waren die beiden auch zu einem Seminar in Südtirol.

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Theater – ist Wolfgang Keuter überzeugt – hat eine heilsame Wirkung. In der Spannung zwischen meditativer Ruhe und Ekstase, bei der Auseinandersetzung mit vielfältigen Gefühlen, im kreativen Ausdruck entfaltet das Spiel seine verwandelnde Kraft.
Wolfgang Keuter und Gianni Sarto arbeiten nach einer eigenen Methode, dem slow acting, bei der unterschiedlichste Einflüsse aus der Theatertradition, dem therapeutischen Rollenspiel, dem Zen und dem streng ritualisierten japanischen No-Theater zusammenfließen.

In einer Sonderausgabe der Sprechstunde erzählen die beiden von Atem und Stimme, von heilsamen Momenten in der Theaterarbeit, von berührenden, verwandelnden Erfahrungen im Spiel auf der Bühne.

zu hören am Montag, 8. Jänner 2018
ab 9.05 Uhr 
auf RAI Südtirol

 

 

 

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Ein Kurarzt voller Weltläufigkeit

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Jeder, der schon einmal in Meran war, kennt vermutlich den „Tappeinerweg“ am Küchelberg. Dieser schöne Panorama-Spaziergang mit Ausblick auf die Passerstadt und übers ganze Burggrafenamt und Etschtal wurde 1894 eingeweiht.
Seinen Namen verdankt der Weg einem der wichtigsten Kurärzte Merans, nämlich Franz Tappeiner.

Wer dieser Arzt mit Vinschger Wurzeln war und was er alles für die Kurstadt Meran geleistet hat, das erkunden wir für die Sendung Unser Land zusammen mit der Volkskundlerin und Sachbuchautorin Ulrike Kindl.

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zu hören bei:
Unser Land am 28. Dezember 2017 ab 18.05 Uhr auf RAI Südtirol

Tierisches und Mythologisches

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In der letzten Sendung „Forum Literatur“ 2017 sprechen wir mit Kathrin Gschleier über ihren neuen Erzähl-Bildband, in dem sie verschiedenen mythischen Gestalten und Orten des Alpenraums auf der Spur ist – Saligen, Wilden Männern, Wasserfrauen, versunkenen Städten und mehr. Alpine Mythen, so der Titel des Buches, die Begleitfotografien dazu stammen von Egon K. Daporta.

Luis Benedikter erzählt von seiner Arbeit an der neuen Hörbuch-CD, die in Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Bozen im Raetia Verlag erschienen ist. Junge Stimmen lesen darauf über dreißig Tiergedichte aus mehreren Jahrhunderten. Tier zuliebe, so die Anthologie, Simon Gamper hat dazu passend Musik komponiert.

Spiegelung I

zu hören bei: 
Forum Literatur auf RAI Südtirol am 23. Dezember ab 20.00 Uhr
(Wiederholung am 26.12. ab 21.00 Uhr)

k.u.k.-Sehnsuchtsorte

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Ein nostalgischer Blick zurück?

Für sein Buch Österreich liegt am Meer hat Helmut Luther sie alle besucht, die ehemaligen Sehnsuchtsorte der Donaumonarchie, die Schauplätze vergangener Größe, die Geburtsorte bekannter und weniger bekannter historischer Persönlichkeiten:  wie Mozarts Rivalen Salieri, der aus Legnago bei Verona stammt, oder der aus dem Nonstal gebürtige Erbauer der berühmten Strudlhofstiege in Wien.
In Triest macht sich Helmut Luther auf die Spuren des slowenischen Autors Boris Pahor und auf die ursprünglich aus Temeschwar stammende Kaffeerösterfamilie Illy.
Und auch jener habsburgische Tourismuspionier, der die kroatische Insel Brioni vor dem Ersten Weltkrieg zum Treffpunkt für Schriftsteller und Künstler gemacht hat, beweist: Österreich lag einst tatsächlich am Meer.

Mehr darüber erfahren wir im Gespräch mit Helmut Luther:

Forum Literatur am 16. Dezember 2018 ab 20.00 Uhr – RAI Südtirol

 

 

 

Koloniale Träume

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Um die italienischen Kolonie im ehemaligen Abessinien – und um Erinnerungskultur – dreht sich „Forum Literatur“ am Samstag, 18. November.

Asmara,_cinema_impero,_07Wir hören zunächst ein Gespräch mit dem Reisejournalisten Helmut Luther. Er hat vor kurzem das Buch „Mussolinis Kolonialtraum“ im Raetia-Verlag veröffentlicht. Darin schildert Luther seine Eindrücke einer Reise, die ihn nach Eritrea und Äthiopien – dem ehemaligen Kaiserreich Abessinien – geführt hat.
Um die Länder am Horn von Afrika tobten mehrere Kriege – unter anderem jener von 1935/36. Auch an die 1.100 junge Südtiroler waren dort mit dabei – als Soldaten des faschistischen Heeres.

Der Historiker Markus Wurzer hat Tagebucheintragungen dieser Soldaten – speziell jene eines jungen Eisacktalers – wissenschaftlich ausgewertet. Im vergangenen Jahr hat er dazu ein Buch veröffentlicht „Nachts hören wir Hyänen und Schakale heulen“ . Ein Gespräch mit Markus Wurzer gibt es im zweiten Teil der Sendung. Das Tagebuch des Südtiroler Soldaten hat übrigens auch Helmut Luther für die Vorbereitung seiner Reise nach Eritrea und Abessinien verwendet.

zu hören bei: Forum Literatur auf RAI Südtirol
am Samstag, 18. November ab 20.00 Uhr

Wer war Friedrich, der Vierte?

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Es gibt ein paar Figuren in der Tiroler Geschichte, die den meisten von uns seit der Schulzeit bekannt sind – Andreas Hofer gehört natürlich dazu, Michael Gaismair und Margarethe Maultasch. Und noch ein Namen fällt vielen sicherlich ein: Friedl mit der leeren Tasche.

20171020_085000 - KopieWer dieser Herzog Friedrich IV. von Österreich, Graf von Tirol aber genau war und welche politischen Herausforderungen das frühe 15. Jahrhundert geprägt haben, ist oft weniger bekannt.
Das soll sich nun ändern. Im kommenden Jahr ist eine große Ausstellung zu „Friedl mit der leeren Tasche“ auf Schloss Tirol geplant. Als Auftakt dazu fand dort im Oktober eine zweitägige Tagung statt.

Für die Radio-Sendung Unser Land konnten wir vor Ort mit mehreren Fachleuten sprechen. Dabei wurden  verschiedene Facetten dieser Herrscher-Persönlichkeit beleuchtet.

Zu Wort kommen:

  • Dr. Leo Andergassen (zur Ausstellung und zur Neubewertung Friedrichs)
  • Dr. Gustav Pfeifer (zum Konflikt Adel vs. Landesfürst)
  • Dr. Ansgar Frenken (zu Friedrichs Rolle auf dem Konzil von Konstanz)
  • Prof. Dr. Julia Hörmann Thurn-und-Taxis (zu Friedrichs familiärem Umfeld)
  • Dr. Christian Hagen (zur Gründung der landesherrlichen Residenz in Innsbruck)
  • Mag. Gottfried Kompatscher (zur Sagenbildung rund um diese Herrscherfigur)

 

Unser Land – zu hören am Donnerstag, 16. November 2017
ab 18.05 Uhr auf RAI Südtirol

Die historischen Schildhöfe in Passeier

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Schildhof_Steinhaus_7 (1)Unter den charakteristisch Bauernhäusern in Passeier, die zum Großteil aus Holz gebaut sind, fallen einige größere Höfe auf –  und zwar die Schildhöfe. Sie stehen verstreut im ganzen vorderen Passeier zwischen Saltaus und St. Leonhard. Einige sind mit Efeu umrankten Türmen versehen. Bei anderen entdeckt man Sonnenuhren oder alte Fresken auf ihren Mauern.
Gomion, Baumkirch, Ebion, Gereuth, Kalm oder Steinhaus (im Bild) – das sind nur einige der Schildhöfe im Tal.

Ihr Ursprung liegt im Mittelalter. Über die genaue Zahl dieser Höfe und über ihre einstigen Besitzer herrschte lange Zeit eine gewisse Unklarheit.
Das Museum Passeier hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe des Historikers Gustav Pfeifer und des Bauforschers Martin Mittermeier, die Geschichte der Schildhöfe näher zu beleuchten. Dazu ist vor kurzem auch eine eigene Publikation erschienen.

Welche historischen Schildhöfe man auf zwei Rundwanderungen erkunden kann und wie sich die „Schildhöfler“ bis heute bei Prozessionen präsentieren: das und mehr erfahren wir von Judith Schwarz und Albin Pixner vom Museum Passeier.

zu hören bei „Unser Land“ am Donnerstag, den 2. November
ab 18.05 Uhr auf RAI Südtirol

Medizin und Migration

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Rund 65 Millionen Menschen weltweit sind heute auf der Flucht: vor Kriegen, Klimakatastrophen und Gewalt. Diese Menschen brauchen dringend Hilfe und ärztliche Versorgung. Ein Großteil der Geflüchteten – über 85 % – hält sich in notdürftigen Lagern in Entwicklungsländern auf. Ein kleiner Teil gelangt auf verschiedensten Fluchtrouten nach Europa und in die USA.

Gewalt- und Fluchterfahrungen führen dabei oft zu körperlichen und vor allem auch seelischen Wunden.
Wie kann man diese Menschen angemessen ärztlich versorgen? Welche Herausforderungen gilt es zu berücksichtigen? Auf welche Ressourcen kann man zurückgreifen?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Tagung zum Thema Medizin und Migration, die am 23. September im Krankenhaus Bozen stattgefunden hat.

In einer Sprechstunde Spezial gehen wir näher auf die Tagung ein. Wir sprechen mit:

  • Dr. Tanja Nienstedt (Vizepräsidentin der Südtiroler Ärzte für die Welt)
  • Dr. Maximilian Benedikter und Astrid Santoni (STP-Ambulanz im Südtiroler Sanitätsbetrieb)
  • Ulrike Schneck (Psychologin und Leiterin des Zentrums refugio in Stuttgart)
  • Caroline Meier zu Biesen (Medizin-Ethnologin an der Universität Berlin)

mittelalterliche Weltkarte

zu hören auf RAI Südtirol am Montag, 30. Oktober ab 9.05 Uhr
in der Sendung „Sprechstunde Spezial“

Einblicke ins Bobo-Milieu

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Der Begriff Bobo ist eine Abkürzung aus den Wörtern bourgeois und bohémien. Der Begriff tauchte erstmals in den späten 1990er Jahren in amerikanischen Medien auf. Der Kolumnist David Brooks hat ihn geprägt. Er bezeichnete damit die neue Oberschicht: „Konservative in Jeans“ und „Kapitalisten der Gegenkultur“.  Inzwischen gibt es Bobos längst auch in europäischen Ländern.

Ihr Lebensstil führt das zusammen, was lange als unvereinbargalt: Reichtum und Rebellion, beruflicher Erfolg und eine nonkonformistische Haltung, das Denken der Hippies und der unternehmerische Geist der Yuppies.„, so Brooks.

Solche „Bobos“ und ihr Lebensgefühl sind immer wieder zur Zielscheibe der österreichischen Autorin Doris Knecht geworden. Mit ihrem ersten Roman „Gruber geht“ hat sie schon eine Art Prototypen des Wiener Bobos entworfen. In diesem Frühling hat sie wieder einen Roman geschrieben, der die Möchte-Gern-Nonkonformisten der Wiener Schickeria aufs Korn nimmt. Diesmal unter dem Motto: „Alles über Beziehungen„.

Alles über Beziehungen

Bei Forum Literatur am Samstag, 21. Oktober ab 20.00 Uhr stellen wir den Roman vor.


Alpenpässe als Tourismus-Magnet

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Passübergänge im Gebirge waren zu allen Zeiten große Herausforderungen. Denken wir an die legendäre Alpenüberquerung von Hannibal und seinen Elefanten. Über Jahrhunderte blieben Alpenpässe eine beschwerliche Passage für alle Reisenden. Bis man sie für touristische Zwecke nutzen konnte, sollte es lange dauern. Eigentlich bis ins späte 19. Jahrhundert hinein.

Alpenpässe

Eine Ausstellung im Touriseum in Meran widmet sich zur Zeit diesem Thema. „Auf die Pässe, fertig los!„, so der Titel. Die Ausstellung führt von der Brücke am Haupteingang über die beiden Stockwerke der Remise von Schloss Trauttmansdor bis hinaus in den Schlosshof. Auf spielerische Weise wird dabei die Strecke einer Pass-Straße nachempfunden. An acht Stationen – die jeweils einem von acht Alpenpässen entsprechen – werden verschiedene Themen ausführlich behandelt.

Für die Sendung „Unser Land“ haben wir einen Streifzug durch die Ausstellung gemacht und mit den Kuratoren Evelyn Reso und Josef Rohrer über die „touristische Eroberung der Alpenpässe“ gesprochen.

zu hören: am Donnerstag, 31. August ab 18.05 Uhr
bei „Unser Land“ auf RAI Südtirol